Prioritäten und so

Mal wieder eine Episode aus „Dänemark, das Fahrradland“. In Deutschland würde sich kaum jemand bei Schnee und Eis mit dem Fahrrad vor die Tür trauen. Viel zu gefährlich, heißt es da. Die Dänen sehen das anders. Vielleicht aber auch, weil ihnen andere Möglichkeiten gegeben sind? Ein Beispiel:

2014-01-27 12.36.33So sieht es in Tondern aus, wenn es geschneit hat. Na, fällt euch was auf?

Gehweg geräumt? Nö.

Straße geräumt? Na ja.

Radweg geräumt? Aber hallo!

Es scheint, als würden hierzulande andere Prioritäten bei der Räumung von öffentlichen Wegen gesetzt. Im Land der Fahrradfahrer und Christianiaräder ist ein freier Radweg unablässig, eine absolute Notwendigkeit. Kein Däne lässt sich von dem bisschen Schnee abhalten seinen Drahtesel zu besteigen. Und um Unfälle auf dem Weg zur Arbeit, Schule oder in den Kindergarten zu vermeiden sind geräumte Radwege Gold wert. Der Aufwand rechnet sich schnell, bedenkt man all das gesparte Geld für ärztliche Behandlungen wie gebrochene Arme, Beine oder Schlimmeres. Was in Deutschland völlig sinnlos erscheint, da sich eh keiner mit dem Rad raus traut, hat in Dänemark oberste Priorität. Unmengen von Salz werden großzügig verteilt, denn wie man weiß gibt es in Dänemark auch eine dem Radfahrwahn entsprechende Menge an Radwegen, die es freizuschaufeln gilt. Und so gibt es für Radfahrer in diesem wunderschönen Land im Winter nur eine Gefahr: der aufspritzende Matsch, den die Autos von der Straße in Richtung Radweg befördern.

Gute Fahrt!

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