Irgendwie müssen die ja ans Meer kommen

Da fährt man (als Neu-Autobesitzer) nichts ahnend über dänische Landstraßen und nähert sich langsam aber sicher einem der in diesem Land so beliebten Kreisverkehre, die ja eigentlich dazu dienen, den Verkehrsfluss… naja flüssig zu halten eben. Doch dann, der irritierende Anblick: Es staut sich an der Kreiseleinfahrt. Nicht nur in meiner Fahrtrichtung, nein auch links und rechts und gegenüber haben sich lange Schlangen gebildet. Was ist denn hier los? Ah ja, ein Mann in leuchtend gelber Jacke entfernt gerade alle Verkehrsschilder, die praktischerweise einfach aus ihrer Halterung gezogen werden können. Geht es jetzt nicht mehr nach Süderlügum, Ribe und Tønder hier? Sollen wir den Kreisel vielleicht andersherum fahren? Und wieso legen andere Männer in ebenso leuchtenden Jacken große Metallplatten an die Außenränder des Kreisels?

Ein großes ? klafft auf meiner Stirn. Doch dann sehe ich es! Es nähert sich ein riesengroßes Ungetüm langsam besagtem Kreisel. Da fährt ein Windrad, naja kein ganzes, aber immerhin ein beträchtlich großes Teil davon unter Begleitschutz und mit blinkenden Lichtern in unter-Schrittgeschwindigkeit durch den vor mir liegenden Kreisel.

Naja, das kann einem natürlich in Deutschland auch schon mal passieren, da habt ihr wohl recht… Allerdings konnte ich bereits mehrmals Zeuge dieses Schauspiels werden. Und ich stelle die mutige Behauptung auf, dass Schwertransporte mit Windrädern in Dänemark für kaum einen ein überraschender Anblick sind. Wenn ich mal wieder in einem so ungewöhnlichem Stau stehe, mache ich euch ein Foto 🙂

Advertisements