Sag mir was du liest,

… und ich sage dir, wer du bist!

Das Namensproblem.

Neben meinem Müllordnungsproblem ist die Sache mit den Namen wohl das Schwierigste an meinem Leben in Dänemark. Naja zumindest beinahe, wäre da nicht noch die fremde Sprache, die Sache mit dem Freunde finden und Kontakte knüpfen, ständiger Zeitmangel (Wieso hat ein Tag eigentlich nur 24 Stunden?) und achja immer dieser Wind! Aber zurück zum eigentlichen Thema: meine Leser und ihre Namen.

Jeden Tag begegnet mir in der Bücherei folgende Situation:

Ein Leser oder eine Leserin betritt freudestrahlend (natürlich sind immer alle Leser gut gelaunt, wenn sie in die Bücherei kommen, ist ja klar!) die Bücherei und sagt: „Moin Jessica!“ Dann zieht er oder sie los zwischen die Regale, um sich ein schönes neues Buch auszusuchen. Währendessen zermatere ich mir schon den Kopf. Ich kenne diese Person. Ich habe sie schon so oft gesehen. Ich weiß es genau. Ich kenne dieses Gesicht. Einzelne Namen wirren mir im Kopf rum. Vornamen, Nachnamen, Mittelnamen…. Ah, der Leser/die Leserin ist fündig geworden und steht nun vor meiner Theke. Ich lächele. Gleich fällt es mir ein! Ich nehme das Buch in die Hand. Noch ein peinlicher Moment, in dem ich langsam das Buch über die Theke in meine Richtung ziehe. „Magst du mir nochmal sagen wie du heißt?“ Ich habe den Kampf mit meinem Gedächtnis verloren, der Leser nennt mir seinen Namen und meistens lächeln sie dabei auch noch. Peinlich denke ich. Und dann meistens auch noch das: Hätte ich raten MÜSSEN, hätte ich den Namen richtig geraten! Øv, kann man da nur sagen…

Doch zum Glück, gibt es auch Leser, die Bücher zurückbringen. Bei diesen entfällt das komplette Problem, denn beim Zurückbuchen der Bücher, zeigt mir der Computer automatisch den Namen des Lesers oder der Leserin. Tolle Erfindung!

Dann gibt es da noch den dritten Fall, nach dem Motto: Sag mir was du liest und ich sage dir, wer du bist! Das läuft meistens so ab:

Jemand betritt die Bücherei. Wie immer: „Moin.“ – „Hallo.“ – „Wie geht es dir?“ – „Danke gut und dir?“ – „Auch gut, ist das Alphabethaus schon für mich angekommen?“ Ha, damit hat sich derjenige verraten! Denn natürlich weiß ich, für wen Bücher in unserem Abholregal bereit liegen! Schließlich habe ich in den meisten Fällen selbst die Bestellung eingegeben oder zumindest den Eingang des Buches bestätigt und den Rücklagezettel ins Buch gelegt, um danach eine freundliche Mail an den besagten Leser oder die Leserin zu schreiben, mit der Mitteilung, dass das Alphabethaus von Jussi Adler-Olsen abgeholt werden kann. Klarer Sieg der Ordnung über das Gedächtnis!

Das Problem ließe sich ganz einfach lösen: Alle Leser müssten einfach jede Woche einmal kommen, dann könnte ich bestimmt schon bald alle Namen. Naja bis es so weit ist, bediene ich mich eben weiterhin aller Tricks, die ich kenne und hoffe auf das Verständnis meiner lieben Leserinnen und Leser 🙂

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